Charakterstärke – Alles, wirklich ALLES was du wissen musst [+Guide]

Charakterstärke Chimpanse Schwarz Weiß

„Du hast eine richtig starke Persönlichkeit!“, „Ich mag, dass du du dir selbst treu bist. Du beweist richtige Charakterstärke!“

Begriffe wie Gerechtigkeitsgefühl, Pflichtbewusstsein, Ehrlichkeit werden oft einem starken Charakter zugeschrieben. Oftmals, wenn jemand mit seinem Verhalten oder Worten bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

In ihrem Werk Character Strenght and Virtues unterscheiden und klassifizieren die beiden Psychologen Dr. Petersen und Seligman insgesamt 24 Charakterstärken. Diese bilden die Grundlage der Positiven Psychologie und damit die Basis für echte Selbstsicherheit durch Selbstbewusstsein.

In diesem Artikel findest du:

  1. Definition: Was ist der Charakter und was ist er nicht?
  2. Definition: Was ist Charakterstärke?
  3. Unterscheidung: Tugenden, Charakterstärken, Situative Themen
  4. Definition: Charakterstärken nach Seligman
  5. Definition: Signaturstärken nach Seligman
  6. Liste: Das sind die 6 Charakterstärken
  7. Beispiele: Diese Personen zeigen Charakterstärke
  8. Test: Finde deine Charakterstärken heraus
  9. Anleitung: Wie kann man den Charakter stärken?
  10. Bücher: Literatur zu Charakterstärke
  11. Videos: Charakterstärke erklärt
  12. Studien zu Charakterstärke
  13. FAQ: Häufige Fragen


Die Definition von Charakter

Der Charakter eines Menschen viel mehr als bloß seine Taten oder sein Verhalten.

Charakter setzt sich aus einem komplexen Netzwerk aus Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen zusammen, geformt von unseren individuellen und gesellschaftlichen Werten. Der Charakter ist Ausdruck dessen, wer wir wirklich sind.

Die Definition von Charakter

Obwohl der Charakter meist mit Persönlichkeit gleichgesetzt wird, gibt es einen klaren Unterschied. Die Persönlichkeit gilt als unveränderlich, während der Charakter wandelbar ist.

Die Definition von Charakterstärke

Unter dem Konzept der Charakterstärken versteht man in der Positiven Psychologie die unterschiedlichen Arten und Weisen, wie Menschen allgemein gültige Tugenden, wie beispielsweise Mut oder Gerechtigkeit, ausüben. Sie sind Ausdruck für ihren Charakter.

Unterscheidung Tugenden, Charakterstärken, Situative Themen

Tugenden werden als Kerneigenschaften des Menschen und seiner Handlungsweisen angesehen, die sich durch die menschliche Geschichte ziehen. In historischen und zeitgenössischen Schriften aus verschiedensten Kulturen tauchen sechs Tugenden immer wieder auf, die als allgemein gültig anerkannt werden: Weisheit, Mut, Humanität, Gerechtigkeit, Mäßigung und Transzendenz. 1Dahlsgaard, K., Peterson, C., & Seligman, M. E. P. (2005). Shared virtue: The convergence of valued human strengths across culture and history. Review of General Psychology, 9, 203–213. https://doi.org/10.1037/1089-2680.9.3.203

Charakterstärken beschreiben die unterschiedlichen Wege, wie Tugenden ausgeübt oder gezeigt werden können. So kann die Tugend Mut beispielsweise durch die Charakterstärken Integrität, Tapferkeit und Ausdauer demonstriert und gefestigt werden. Experten unterscheiden die 24 Charakterstärken, die den jeweiligen Tugenden zugeordnet werden können (Peterson, C. & Seligman, 2004).

Situative Themen bezeichnen individuelle Gewohnheiten, durch die ein Mensch in einer spezifischen Situation eine bestimmte Charakterstärke zeigen kann. Solche situativen Themen können sich abhängig von der Situation unterscheiden, aber auch überschneiden.

Charakterstärken nach Seligman

Spannend ist, dass die Erforschung des Charakters, obwohl er bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein zentrales Thema der Psychologie war, aus der wissenschaftlichen Literatur verbannt wurde. Diese sollte sich nur mit “neutralen” Konzepten beschäftigen. 2Allport, G. W., & Odbert, H. S. (1936). Trait-names: A psycho-lexical study. Psychological Monographs, 47, (Whole No. 211). http://dx.doi.org/10.1037/h0093360

Heute sehen Psychologen und Forscher das anders. Auch und vor allem dank Martin Seligman, führender Forscher auf dem Gebiet der Positiven Psychologie, spielen der Charakter und die Charakterstärke wieder eine übergeordnete Rolle.

Im Jahr 1998 rief der damals neu gewählte Präsident der American Psychological Association (APA) Martin Seligman die Psychologie dazu auf, sich neu auszurichten. 3Upenn.edu. (2011). Martin E.P. Seligman | Positive Psychology Center. [online] Available at: https://ppc.sas.upenn.edu/people/martin-ep-seligman Während im 20. Jahrhundert vor allem die Erforschung und Behandlung psychischer Störungen im Fokus stand, sollten nun positive Lebensaspekte in den Mittelpunkt gerückt werden:

  • Was bedeutet Glück, Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit?
  • Was unterstützt Menschen, ein gelingendes Leben zu führen und aufzublühen?
  • Welche allgemein anerkannten psychischen Stärken gibt es?
  • Was kennzeichnet einen guten Charakter?

Er griff damit die Positive Psychologie wieder auf, die 1945 von Abraham Maslow eingeführt worden war und verhalf ihr zu weltweiter Popularität. 4Shane J. Lopez, Matthew W. Gallagher: A case for positive psychology. In: Shane J. Lopez, C. R. Snyder (Hrsg.): The Oxford Handbook of Positive Psychology. 2. Auflage. Oxford University Press, New York 2009, S. 3–6. Als erstes Forschungsprojekt in seiner Amtszeit als Präsident der APA, widmete er sich einer zeit- und kulturübergreifenden Definition eines “guten Charakters”. Ziel war es menschliche Stärken zu definieren und zu kategorisieren, die in allen großen Kulturen anerkannt und geschätzt, wenn auch unterschiedlich bewertet werden. Zu diesem Zweck wurde das VIA-Institut gegründet, “VIA” steht dabei für “Values in Action” und man kategorisierte zum ersten Mal 24 universelle Charakterstärken, die einen Menschen ausmachen.


Signaturstärken nach Seligman

Bei Recherchen zum Thema stößt man häufig auch auf den Begriff der Signaturstärken. Als Signaturstärken werden im Charakter-Modell nach Peterson und Seligman jene Stärken bezeichnet, die ein bestimmter Mensch besonders gerne und häufig einsetzt. Meist hat eine Person drei bis sieben Signaturstärken, die nur dann tatsächlich Signaturstärken sind, wenn sie die folgenden Kriterien erfüllen: 5Stangl, W. (2021). Stichwort: ‚Signaturstärke‘. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik. WWW: https://lexikon.stangl.eu/30027/signaturstaerke 2021-02-14

  • Authentizität: Das Ausüben der Stärke löst ein Gefühl von „Das bin ich.“ aus.
  • Freude: Der Einsatz der Stärke macht Spaß.
  • Erfolg: Man hat den Eindruck in der Stärke immer besser zu werden.
  • Kreativität: Die Stärke wird immer wieder auf andere Weisen eingesetzt.

Ergebnis: Das Ausüben der Stärke verleiht Energie, statt Energie zu rauben.

Charakterstärke Signaturstärke

Liste der 6 Charakterstärken nach Seligman

Auch wenn menschliche Stärken und Tugenden in unterschiedlichen Kulturen verschiedene Gewichtungen haben und basierend auf sozialen Werten und Normen verschieden ausgedrückt werden, so ist das zentrale Thema doch immer die Persönlichkeitsentwicklung. Da die sechs Tugenden zu abstrakt sind, um wissenschaftlich erforscht werden zu können, fokussierten sich Forscher der Positiven Psychologie auf Charakterstärken und entwickelten Tools, um diese zu messen.

Zu diesem Zweck wurden strukturierte Interviews, Fragebögen, Verhaltensexperimente und Beobachtungen durchgeführt. Jede Charakterstärke, die sich aus den Untersuchungen ergab, sollte folgende Eigenschaften haben:

  • Stabil über Zeit und verschiedene Situationen hinweg.
  • Für sich genommen geschätzt, selbst ohne weitere Vorteile daraus.
  • In fast jeder Kultur anerkannt und geschätzt und dabei als politisch unstrittig und unabhängig angesehen.
  • Kulturen bieten Vorbilder an, die diese Eigenschaft verkörpern, damit andere Menschen ihren Wert erkennen können.
  • Eltern sind darum bemüht, die Eigenschaft oder den Wert ihren Kindern nahezubringen.

Aus den Studien ergaben sich zu den sechs Tugenden der Values-in-Action-Klassifikation (Dr. Peterson & Seligman, 2004) die folgenden 24 menschlichen Stärken: 6Ruch, W., & Proyer, R. T. (2011). Positive Psychologie: Grundlagen, Forschungsthemen und Anwendungen. Report Psychologie, 36, 60–70.

1. Weisheit und Wissen

(Kognitive Stärken, die den Erwerb und den Gebrauch von Wissen beinhalten)

  • Kreativität: Du bist in der Lage, neue und effektive Wege zu finden, über Dinge nachzudenken/ Dinge zu tun.
  • Neugier: Du hast großes Interesse an deiner Umwelt und stellst ständig Fragen, um mehr darüber zu lernen.
  • Urteilsvermögen und Aufgeschlossenheit: Du denkst gerne über neue Ideen nach und probierst Dinge aus. Du betrachtest Dinge von allen Seiten, bevor du deine Schlüsse ziehst.
  • Liebe zum Lernen: Du meisterst neue Techniken und erlernst neues Wissen, alleine oder in der Schule.
  • Weitsicht: Du schätzt es, dass andere Menschen Dinge anders sehen und hast die Fähigkeit, die Welt aus verschiedenen Blickwinkeln zu verstehen.

2. Mut

(Emotionale Stärken, die mittels der Ausübung von Willensleistung dabei helfen, interne und externe Barrieren zur Erreichung eines Zieles zu überwinden)

  • Tapferkeit (Mut): Du handelst mit mentaler Stärke oder auch aus physischer Kraft und stellst dich den Herausforderungen des Lebens.
  • Ausdauer (Hartnäckigkeit, Beharrlichkeit, Fleiß): Du beendest, was du begonnen hast, trotz möglicher Hindernisse und ohne aufzugeben.
  • Ehrlichkeit (Integrität): Du bist ehrlich und sagst die Wahrheit, dabei zeigst du dich natürlich, so wie du wirklich bist.
  • Tatendrang (Vitalität): Du begegnest der Welt mit Begeisterung und Energie und steckst Menschen in deinem Umfeld damit an.

3. Menschlichkeit 

(Interpersonale Stärken, die liebevolle menschliche Interaktionen ermöglichen)

  • Liebe: Du schätzt tiefe und echte Beziehungen mit anderen und kannst menschliche Nähe herstellen. Du bist in der Lage zu lieben und dich lieben zu lassen. 
  • Freundlichkeit (Großzügigkeit): Du bist großzügig gegenüber anderen und immer bereit, anderen zu helfen. Du genießt es, gute Taten für andere zu vollbringen.
  • Soziale Intelligenz (soziale Kompetenz): Du bist dir der eigenen Motive und Gefühle und denen anderer bewusst.

4. Gerechtigkeit 

(Stärken, die das Gemeinwesen fördern)

  • Teamwork (Bürgerverantwortung, Teamfähigkeit): Du fügst dich gut in die Arbeit in Gruppen oder Teams ein. Du bist loyal und stellst deine eigenen Wünsche für das Gemeinwohl hintenan.
  • Fairness: Du glaubst daran, dass alle Menschen wertvoll sind. Du begegnest jeder Situation ohne Vorurteile und behandelst alle Menschen nach dem Prinzip der Gleichheit und der Gerechtigkeit.
  • Führungsvermögen: Du schätzt jedes Mitglied deiner Gruppe und inspirierst Menschen dazu, über sich selbst hinauszuwachsen.

5. Mäßigung

(Stärken, die Exzessen entgegenwirken)

  • Vergebungsbereitschaft und Gnade: Du bist in der Lage, denen zu vergeben, die ein Unrecht getan haben. Du akzeptierst, dass Menschen Fehler machen.
  • Bescheidenheit und Demut: Du drängst dich nicht ins Rampenlicht und lässt deine Taten für sich sprechen.
  • Vorsicht (Besonnenheit, Umsicht): Du planst voraus und erreichst deine Ziele, indem du täglich umsichtige Entscheidungen triffst.
  • Selbstregulation: Du hast die Fähigkeit, deine Emotionen und dein Verhalten selbst zu regulieren. Du denkst, bevor du handelst.

6. Transzendenz 

(Stärken, die uns einer höheren Macht näherbringen und Sinn stiften)

  • Sinn für das Schöne und Exzellenz: Du erkennst und schätzt die Schönheit in allen Lebensbereichen und die Fähigkeiten andere. Du nimmst Dinge nicht als selbstverständlich hin.
  • Dankbarkeit: Du bist dir bewusst über und dankbar für die guten Dinge, die passieren.
  • Hoffnung (Optimismus): Du erwartest das Beste von der Zukunft und arbeitest daran, es zu erreichen.
  • Humor: Du liebst es zu lachen und schenkst auch anderen gerne ein Lächeln.
  • Religiosität und Spiritualität: Du hast Überzeugungen über das Leben und den Sinn des Lebens. Du suchst danach, Teil von etwas zu sein, das größer ist, als du selbst.

Wichtig ist, zu verstehen, dass es bei deinen Charakterstärken nicht darum geht, negative Aspekte zu ignorieren, sondern diese ebenso anzuerkennen. In einer Welt der Dualität helfen uns persönliche Fehler und Makel dabei, die unausweichlichen Hürden des Lebens zu meistern. Zum Beispiel kannst du nicht mutig sein, ohne vorher Angst zu empfinden. Auch kannst du kein Durchhaltevermögen zeigen, ohne erst aufgeben zu wollen. Aus Sicht der Positiven Psychologie bilden deine Stärken ein Kontinuum mit deinen Schwächen und bedingen sich gegenseitig. Positive Eigenschaften werden als individuelle Unterschiede gesehen, die in verschiedenen Stufen existieren, nicht in “Alles-oder-nichts”Kategorien.


Auch wenn es sich bei den genannten Charaktereigenschaften um menschliche Stärken handelt, sollte man diese nicht im Übermaß einsetzten. Zum Beispiel nutzen einige Menschen Humor als Schutzmechanismus, um nicht mit schwierigen Emotionen und Situationen umgehen zu müssen.

2 Beispiele für Charakterstärke

Nicht nur für Kinder und Jugendliche ist es wichtige, Vorbilder zu haben, die ihnen Charakterstärken vorleben, auch für Erwachsene sind Menschen mit einem starken Charakter eine Inspiration, sich persönlich weiterzuentwickeln.

Mahatma Gandhi: Gerechtigkeit

Mahatma Gandhi

Mahatma Gandhi hieß eigentlich Mohandas Karamchand Gandhi und ist als geistiger und politischer Anführer der indischen Unabhängigkeitsbewegung zum Vorbild für Millionen von Menschen weltweit geworden. Der indische Rechtsanwalt, Publizist, Pazifist, Morallehrer und Asket kämpfte ohne Waffen und Gewalt mit Loyalität und Fairness für die Bürgerrechte und die Freiheit seiner Landsleute. Der Name “Mahatma” bedeutet “große Seele” und ist ein Ehrentitel, den er sich im Laufe seines Lebens verdiente. Seine Arbeit wird heute weltweit angewendet, da sie universell einsetzbar ist. Mahatma Gandhi steht somit vor allem für die Tugend der Gerechtigkeit und all ihre potenziellen Signaturstärken.

Oprah Winfrey: Menschlichkeit

Oprah Winfrey

Oprah Winfrey wurde im ländlichen Mississippi als Tochter einer Teenagerin geboren, die von Sozialhilfe lebte. Heute ist Oprah nicht nur für ihre eigene Show “The Oprah Winfrey Show”, sondern auch als Moderatorin, Schauspielerin und Produzentin bekannt. Sie gilt als großartigste schwarze Philanthropin der amerikanischen Geschichte und hat neben der Freiheitsmedaille des Präsidenten, die ihr durch Barak Obama verliehen wurde, unter anderem auch den Bob Hope Humanitarian Award und den Jean Hersholt Humanitarian Award erhalten. In jeder Show begegnet sie ihren Gästen mit Wertschätzung, Respekt und echtem Interesse und demonstriert durch ihre Wohltätigkeitsarbeit Großzügigkeit.

XIV. Dalai Lama: Transzendenz

Dalai Lama

Der 14. Dalai Lama heißt Tenzin Gyatso (Tibetisch: „Verteidiger der Lehre“) und ist seit 1940 das geistige und weltliche Oberhaupt der Tibeter. Für die Tibeter verkörpert der Dalai Lama die Gottheit Chenresig, den Bodhisattva des Mitleids und Erbarmens, der allen Wesen helfen möchte, den Kreislauf der Leiden zu durchbrechen. Im Buddhismus ist ein Bodhisattva ein Wesen, das die letzte Stufe der Erleuchtung erreicht hat und so über die Möglichkeit verfügt, nach dem Tod die Erlösung zu finden und ins Nirvana überzugehen, statt wiedergeboren zu werden. Obwohl der Dalai Lama als Bodhisattva angesehen wird, verzichtet er, solange auf die eigene Erlösung, wie es noch unerlöste Wesen auf der Erde gibt, denen er beistehen kann. Er ist ein transzendentes Wesen, der Stärken, wie den Sinn für Schönheit, Dankbarkeit, Hoffnung und eine tiefe Spiritualität verkörpert.

Albert Einstein: Weisheit und Wissen

Albert Einstein

Albert Einstein gilt als einer der bedeutendsten theoretischen Physiker der Wissenschaftsgeschichte und weltweit als bekanntester Wissenschaftler der Neuzeit. Seine Forschungen zur Gravitation und zur Struktur von Materie, Raum und Zeit veränderten das zuvor geltende newtonsche Weltbild. Für seine Verdienste um die theoretische Physik erhielt er 1921 den Friedensnobelpreis. Als Forscher nutze er zeitgleich seine Popularität für die Völkerverständigung und den Frieden. Seine Kreativität, seine Neugier, seine Aufgeschlossenheit und seine Liebe zum Lernen machten ihn zum Genie und zum Vorbild für die Tugend der Weisheit und des Wissens.

Wenn du dich durch diese Vorbilder nun inspiriert fühlst, selbst deinen Charakterstärken auf den Grund zu gehen und an ihnen zu arbeiten, stelle ich dir im Folgenden einige Tests zu Charakterstärken vor.

3 Charakterstärke testen

Im Zusammenhang mit der Erstellung des Charakter-Modells nach Peterson und Seligman entstanden auch zahlreiche Tests, mit deren Hilfe man die eigenen Charakterstärken herausfinden kann.

Das VIA-IS ist ein Fragebogen mit 240 Fragen und das Standardinstrument zur Erfassung der 24 Charakterstärken nach der VIA-Klassifikation. Die deutschsprachige Version ist kostenlos und gibt dir eine Übersicht deiner persönlichen Einschätzung.

Der kostenlose Signaturstärken Test erfasst, welche Charakterstärken zentral und typisch für eine Person sind und deren Charakter ausmachen.

Der VIA-Youth ist ein kostenloster Fragebogen mit 198 Fragen zur Erfassung von Charakterstärken für Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren.

Auf www.charakterstaerke.org gibt es außerdem noch zahlreiche weitere Fragebögen, beispielsweise zum Thema Lebenszufriedenheit und auch zu einzelnen Charakterstärken, wie Humor oder Sinn für Schönes.

Auch dieser Test basiert auf dem Values in Action-Modell und evaluiert die persönlichen Stärken mittels 80 Fragen, davon drei in jeder der 24 Charakterstärke-Kategorien.

Der The TypeFinder® Personality Test kombiniert das VIA-Modell mit den 16 Persönlichkeiten, die von Myers & Briggs entwickelt wurden. So kannst du deinen Persönlichkeitstyp und deine Stärken herausfinden.

Der Wingfindet wurde von Red Bull in Zusammenarbeit mit einem Expertenteam von Psychologen des University College London und der Columbia University New York erarbeitet. Der kostenlose Test macht Spaß und du erhältst im Anschluss einen umfassenden Bericht über deine Stärken, sowie einen Coaching-Plan mit Strategie, um die eigenen Stärken zu optimieren.

Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und entwickelt von Deutschlands erstem Stärkentrainer und vier weiteren Psychologen gibt es hier einen kleinen kostenlosen Stärkentest mit 80 Einzelstärken und einen großen Stärkentest mit 200 Einzelstärken.

Charakter stärken: Eine Anleitung

Wie du jetzt weißt, ist dein Charakter kein starres Konstrukt, sondern ständig im Wandel, basierend auf den äußeren Umständen, deinen Glaubenssätzen, deinen Gewohnheiten und Handlungen. Mit der folgenden Anleitung kannst du es selbst in die Hand nehmen und Schritt für Schritt deinen Charakter stärken.

Schritt 1: Charakterstärken identifizieren

Um an deinen Charakter- und Signaturstärken zu arbeiten, ist es wichtig, dass du zuerst deine Stärken identifizierst. Neben den bereits genannten Tests zu Charakterstärke, kannst du beispielsweise auch spezielle Fragen im Journaling nutzen, um deine Charakterstärken zu bestimmen. Neben klassischen Fragen, wie “Was sind meine Stärken?” und “Wo kommen meine Stärken aktuell zum Einsatz?”, kannst du auch die folgenden Fragen nutzen.

Lies dir die folgenden Fragen durch und schreibe deine Antworten möglichst spontan auf. Es gibt keine falschen Antworten, versuche einfach so ehrlich wie möglich mit dir selbst zu sein:

  • Wie beschreibst du dich normalerweise vor anderen?
  • Wie würden andere dich beschreiben?
  • Wie verbringst du am liebsten deine Freizeit?
  • Wie herausfordernd ist es für dich, Regeln zu befolgen, und warum?
  • Hast du dich schonmal wertlos gefühlt? Wenn ja, warum?
  • Wie regulierst du deine Emotionen, wenn du nervös bist?
  • Hattest du schonmal eine Kurzschlussreaktion, die du bereut hast?
  • Wie leicht oder schwer ist es für dich, nein zu sagen?
  • Wie wichtig ist es dir, was andere von dir denken?

Ein weiteres praktisches Tool, um deine Charakterstärken zu identifizieren, ist das Daily Strength Awareness Tool von Psychology Today. Dabei geht es darum, dir im Laufe des Tages immer wieder Zeit zu nehmen, das, was du gerade tust, zu reflektieren, um dich selbst und deine Stärken besser verstehen zu lernen.

Stelle dir dafür dreimal täglich und zu beliebigen Zeiten einen Wecker und sorge dafür, dass du ein Journal griffbereit hast. Du kannst dir auch eine Tabelle vorbereiten, um dir das eintragen zu erleichtern. Wenn der Alarm losgeht, notiere folgende Punkte:

  • Datum und Uhrzeit
  • Beschreibe kurz, was du gerade tust. (Vermeide es über Erfahrungen zu schreiben, die du mit oder durch andere hattest.)
  • Schreibe die Emotionen und Gefühle auf, die du während der Aktivität verspürt hast. Sei so genau, wie möglich. (z.B. “Ich habe mich zufrieden gefühlt, nachdem ich mir etwas Gesundes gekocht habe.”)
  • Notiere, wie viel Energie du auf einer Skala von 1 bis 10 durch diese Aktivität gewonnen hast.
  • Schreibe auf, welche Stärke/n du eingesetzt hast.

Wenn du diese Übung einige Tage lang regelmäßig machst, wird dir auffallen, dass du ein genaueres Bild deiner Stärken hast, weißt, wann du sie einsetzt und wie es dich fühlen lässt, wenn deine Stärken zum Einsatz kommen.

Hilfreich ist es auch, ganz einfach enge Freunde und Verwandte um Feedback zu fragen. Bitte sie darum, dir drei Stärken zu nennen und dir zu sagen, wie du diese Stärken ausdrückst. Natürlich kannst du dir auch aus der Liste der 24 Charakterstärken Fragen ableiten, wie beispielsweise:

  • Bin ich kreativ? Wenn ja, wie drückt sich meine Kreativität aus?
  • Bin ich dankbar? Wie zeige ich, dass ich dankbar bin?
  • Bin ich in der Lage, zu lieben und mich lieben zu lassen? Was ist meine Sprache der Liebe? Wie zeige ich anderen meine Zuneigung?

Schritt 2: Schwächen anerkennen

Neben den eigenen Stärken solltest du auch deine persönlichen Schwächen kennen. Nur wenn du deine Schwächen identifizieren und anerkennen kannst, kannst du auch deine Stärken voll entfalten und ausbauen. Solange deine Schwächen im Schatten sind, bestimmen sie dein Handeln und halten dich davon ab, dein Leben frei zu gestalten.

Jeder Mensch hat Unzulänglichkeiten, doch nur diejenigen, die in der Lage sind, ihre Schwächen zu akzeptieren, können auch über sie hinauswachsen. Beispiele für Schwächen können sein:

  • Zu kritisch sein
  • Zu urteilend sein
  • Zu viel nachdenken
  • Keine Empathie zeigen können
  • Lern-resistent sein
  • Unfähig sein, Versprechen und Abmachungen einzuhalten
  • Kommunikationsschwierigkeiten
  • Impulsives und reaktives Verhalten

Schwächen haben zwei Seiten, sie können dich paralysieren oder dich auffordern, über dich selbst hinauszuwachsen und alte Denk- und Verhaltensweisen abzulegen. Wenn Schwächen zu Stärken werden, sind sie wichtige Wegweiser, die dir helfen, den richtigen Weg zu finden. Hinter jeder Schwäche verbirgt sich eine Angst. Wenn du dich schwertust, Abmachungen einzuhalten, steckt unter Umständen die Angst dahinter, nicht gut genug zu sein. Deine Schwäche kann durch Selbsterkenntnis zum Beispiel zu der Stärke werden, zu wissen, wann der richtige Zeitpunkt ist, ein Versprechen zu geben und wann nicht. Mögliche Vorteile von Schwächen sind:

  • Verhindern, dass du Dinge tust, die nicht zu dir passen.
  • Können vorhersagen, welche Gelegenheiten, Erfolg versprechen.
  • Schützen dich vor Frustration.
  • Helfen dir, dich persönlich weiterzuentwickeln.

Schritt 3: Charakterstärken evaluieren & priorisieren

In Schritt drei geht es darum, deine Charakterstärken und auch deine Schwächen zu evaluieren und zu entscheiden, welche Stärken du weiter ausbauen möchtest. Zu diesem Zweck ist es sinnvoll, Ziele zu setzen. Wie du effektiv Ziele setzt, erkläre ich dir in diesem Artikel zum Thema Zielsetzungen.

Das Wheel of Life ist ein klassisches Tool aus dem Life Coaching, mit dem du ermitteln kannst, wie zufrieden du in deinen verschiedenen Lebensbereichen bist, um dann Ziele abzuleiten, um deine Zufriedenheit zu steigern. In abgewandelter Form kannst du dieses Tool auch zur Evaluierung deiner Charakterstärken anwenden:

Zeichne einen Kreis und teile ihn in 24 gleiche Teile, die die 24 Charakterstärken repräsentieren. Schreibe die Charakterstärken in den Kreis und bewerte dann jede Charakterstärke auf einer Skala von 1 bis 10 (10 ist am wichtigsten) danach, wie wichtig sie dir ist. Im Anschluss vergibst du eine Prozentzahl von 0 bis 100 %, wie stark die Charakterstärke deiner Meinung nach bei dir entwickelt ist.

Suche dir dann eine Charakterstärke aus, die für dich eine hohe Relevanz hat, aber nur gering entwickelt ist und mache sie dir zur Zielsetzung für den nächsten Monat. Du kannst auch fünf Charakterstärken festlegen, auf die du dich in den kommenden zwölf Monaten fokussieren möchtest.

Alternativ kannst du den Kreis auch in sechs Bereiche teilen, die die Tugenden Weisheit & Wissen, Mut, Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Mäßigkeit und Transzendenz widerspiegeln, um herauszufinden welche Tugend dir besonders wichtig ist.

Schritt 4: Charakterstärken entwickeln und anwenden

Wenn du dir 1-5 Charakterstärken ausgesucht hast, an denen du in den nächsten Monaten arbeiten möchtest, kannst du dir einen Plan machen, wie du sie am besten entwickelst. Um langfristige und nachhaltige Erfolge zu erzielen, solltest du Gewohnheiten etablieren, die dich deinem Ziel Schritt für Schritt näher bringen. Hier sind einige praktische Beispiele für mögliche Gewohnheiten, um spezifische Charakterstärken zu fördern:

Kreativität: 

  • Täglich 10 Minuten freies Schreiben üben
  • Einmal die Woche eine Stunde Zeit nehmen, um zu zeichnen
  • Ein neues Instrument erlernen und täglich 20 Minuten praktizieren

Dankbarkeit:

  • Täglich eine Seite Dankbarkeitstagebuch führen
  • Vor dem zu Bett gehen an drei Dinge denken, für die du dankbar bist

Selbstregulation:

  • Täglich 5 Minuten Atemübungen machen, um das Nervensystem zu beruhigen
  • Täglich eine Mood Tracking App nutzen, um Emotionen zu dokumentieren

Liebe zum Lernen:

  • Täglich eine Seite in einem relevanten Buch lesen

Auch positive Affirmationen können dabei helfen, den Charakter zu stärken. Du kannst sie dir abends vor dem zu Bett gehen oder morgens nach dem Aufstehen vorsagen, sie dir auf Zettel schreiben oder an deinen Spiegel heften. Affirmationen für verschiedene Charakterstärken könnten beispielsweise so klingen:

  • Ich bin ein kreativer Mensch.
  • Ich bin dankbar für all das Gute in meinem Leben.
  • Ich liebe es, neue Dinge zu lernen.
  • Ich bin in der Lage meine Emotionen zu regulieren.

Bücher

Videos

Hier findest du einige spannende TED-Talks zum Thema Charakterstärke: 

Chris Abani: On Humanity: https://youtu.be/iCermULRk-I

Studien zu Charakterstärke

Charakterstärke bei Frauen und Männern

Verschiedene Studien zeigten, dass Frauen und Männer jeweils ausgeprägtere Charakterstärken in unterschiedlichen Bereichen haben. Frauen punkteten in den Bereichen Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Liebe, Dankbarkeit und Gerechtigkeit, Männer in den Bereichen Ehrlichkeit, Hoffnung, Humor, Dankbarkeit und Neugier. 7Brdar, I. (2011). Brdar, Anic & Rijavec, 2011 – Character strengths and well being: Are there gender differences? [online] Academia.edu. Available at: https://www.academia.edu/19502275/Brdar_Anic_and_Rijavec_2011_Character_strengths_and_well_being_Are_there_gender_differences. Schnitten Frauen in sozialer Intelligenz und interpersönlichen Bereichen besser ab, so hatten Männer in den Bereichen Führungsvermögen, Selbstregulierung und Vitalität höhere Punktzahlen. 8Linley, P. & Maltby, John & Wood, Alex & Joseph, Stephen & Harrington, Sue & Peterson, Christopher & Park, Nansook & Seligman, Martin. (2007). Character strengths in the United Kingdom: The VIA Inventory of Strengths. Personality and Individual Differences. 43. 341-351. 10.1016/j.paid.2006.12.004. 9Brdar, I. and Kashdan, T.B. (2010). Character strengths and well-being in Croatia: An empirical investigation of structure and correlates. [online] ResearchGate. Available at: https://www.researchgate.net/publication/222381996_Character_strengths_and_well-being_in_Croatia_An_empirical_investigation_of_structure_and_correlates.

Interessant ist, welche Auswirkungen Männlichkeit auf die Charakterstärke hat. Je Männlicher ein Mann sich selbst wahrnahm, desto negativer die Auswirkung auf Charakterstärken, die mit Femininität in Verbindung gebracht werden. 10Ovejero, Merche & Cardenal, Violeta. (2011). Character Strengths with Gender Perspective. A Study with a Spanish Sample.

Insgesamt scheint es zwar geschlechtliche Unterschiede zu geben, allerdings nur dann, wenn sich Menschen stark mit geschlechtlichen Stereotypen identifizieren. Die Frage ist also, ob Männer und Frauen tatsächlich mit spezifischen Stärken geboren werden, oder ob der kulturelle Einfluss auf menschliche Eigenschaften gewisse Stärken basierend auf dem Geschlecht priorisiert. 

Die meisten Menschen teilen die Ansicht, dass Stärken wie Dankbarkeit, Hoffnung und Vitalität zu einer höheren Lebenszufriedenheit führen und haben eine Tendenz dazu, in Einklang mit jenen Stärken zu leben, die in ihrer eigenen Kultur wertgeschätzt werden.

Charakterstärke bei Kindern und Jugendlichen

Peterson und Seligman haben in ihrem Handbuch die Theorie aufgestellt, dass Kinder nur sehr selten bereits Charakterstärken, wie Dankbarkeit, Aufgeschlossenheit, Authentizität und Vergebung demonstrieren (Dr. Peterson & Seligman, 2004). In einer Studie von Park und Peterson wurde diese Theorie bestätigt, denn die Demonstration solcher Charaktereigenschaften erfordert normalerweise ein gewisses Maß an kognitiver Reife, die sich erst in der Jugend langsam entwickelt. 11Park, N., & Peterson, C. (2006, a). Character strengths and happiness among young children: Content analysis of parental descriptions. Journal of Happiness Studies, 7(3), 323-341. Beispielsweise wird Dankbarkeit zwar von Jugendlichen und Erwachsenen mit Glück assoziiert, jedoch nicht von Kindern. Erst mit sieben Jahren beginnen sie eine Verbindung zwischen Dankbarkeit und Glück zu formen.

Auch wenn die meisten jüngeren Kinder noch nicht die kognitive Reife haben, um komplexe Charakterstärken zu entwickeln, gibt es dennoch einige fundamentale Charakterstärken, die bereits sehr früh entstehen. Liebe, Vitalität und Hoffnung werden bereits früh mit Glück in Zusammenhang gebracht. Die individuellen menschlichen Stärken sind immer abhängig von dem Säugling und der Bezugsperson.

Ein liebevolles Umfeld, sowie gute Vorbilder, die Kindern bestimmte Charakterstärken vorleben, sind wichtige Aspekte in der Entwicklung eines Kindes, weil diese Verhalten imitieren und als ihr eigenes adaptieren.

Bei Jugendlichen führt eine stärkere Ausprägung in den Bereichen Vitalität, Hoffnung und Führungsvermögen dazu, dass sie weniger Angstzustände und Depressionen erleben. 12Dahlsgaard, K.K. (2005). Is virtue more than its own reward? Character strengths and their relation to well-being in a prospective, longitudinal study of middle school-aged adolescents (Unpublished doctoral dissertation). University of Pennsylvania, Philadelphia,PA. Charakterstärke fördert das Wohlbefinden junger Menschen und vor allem Transzendenz hat einen entscheidenden Einfluss auf die spätere Lebenszufriedenheit und zeigt, wie wichtig es für Jugendliche ist, positive Beziehungen aufzubauen, zu träumen und eine gewisse Sinnhaftigkeit zu verspüren. 13Gillham, J., Adams-Deutsch, Z., Werner, J., Reivich, K., Coulter-Heindl, V., Linkins, M., Seligman, M. (2011). Character strengths predict subjective well-being during adolescence. The Journal of Positive Psychology, 6(1), 31-44.

FAQ: Häufige Fragen zu Charakterstärke

Was bedeutet es charakterstark zu sein?

Charakterstark bedeutet sich selbst treu zu sein und seine inneren Überzeugungen auch nach außen zu tragen. Sich nicht selbst zu belügen, sondern seinen Werten entsprechend zu handeln. Oft drückt sich das in positiven Tugenden wie z.B. Mut, Weisheit, Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Mäßigung, Fairness, Gnade, Liebe, etc. aus.

Was macht eine charakterstarke Persönlichkeit aus?

Eine charakterstarke Persönlichkeit ist jemand, der zahlreiche positive Tugenden in sich trägt und auch aktiv lebt, z.B. jemand der mutig, weise, gerecht, mäßig, gnadevoll, liebevoll, ehrlich und reflektiert ist. Charakterstarke Persönlichkeiten beweisen Integrität und handeln überzeugt nach ihren Wertevorstellungen.

Was sind die Stärken eines Menschen?

Seligman definiert 6 verschiedene Tugenden und die dazugehörigen Charakterstärken: Weisheit und Wissen: Kreativität, Neugierde, Urteilsvermögen, Liebe zum Lernen, Weisheit; Mut: Tapferkeit, Ausdauer, Authentizität, Enthusiasmus; Menschlichkeit: Bindungsfähigkeit, Freundlichkeit, Soziale Intelligenz; Gerechtigkeit: Teamwork, Fairness, Führungsvermögen; Mäßigung: Vergebungsbereitschaft, Bescheidenheit, Vorsicht, Selbstregulation; Transzendenz: Sinn für das Schöne, Dankbarkeit, Hoffnung, Humor, Spiritualität

Wie wird man zu einem starken Charakter?

Schritt 1: Identifiziere deine Stärken. Worin bist du gut? Was fällt dir leicht? Was loben andere an dir? Schritt 2: Erkenne deine Schwächen an. Was sind deine Schwachpunkte? Was fällt dir schwer? Was kritisieren andere an dir? Schritt 3: Stärken evaluieren und priorisieren. Was ist dir gerade wichtig? Woran möchtest du arbeiten? Formuliere Aufgaben und Ziele. Schritt 4: Stärken entwickeln und anwenden. Integriere deine Ziele in den Alltag. Setze um, was dir wichtig ist. Reflektiere über deine Erfolge und arbeite kontinuierlich an dir.

Welche Charakterstärken gibt es?

Seligman definiert 6 verschiedene Tugenden und die dazugehörigen Charakterstärken: Weisheit und Wissen: Kreativität, Neugierde, Urteilsvermögen, Liebe zum Lernen, Weisheit; Mut: Tapferkeit, Ausdauer, Authentizität, Enthusiasmus; Menschlichkeit: Bindungsfähigkeit, Freundlichkeit, Soziale Intelligenz; Gerechtigkeit: Teamwork, Fairness, Führungsvermögen; Mäßigung: Vergebungsbereitschaft, Bescheidenheit, Vorsicht, Selbstregulation; Transzendenz: Sinn für das Schöne, Dankbarkeit, Hoffnung, Humor, Spiritualität

Was macht einen guten Charakter aus?

Wer dazu in der Lage ist möglichst viele der 6 Tugenden nach Seligman zu verinnerlichen und umzusetzen, wird in der Regel als guter Charakter begriffen. Seligman definiert 6 verschiedene Tugenden und die dazugehörigen Charakterstärken: Weisheit und Wissen: Kreativität, Neugierde, Urteilsvermögen, Liebe zum Lernen, Weisheit; Mut: Tapferkeit, Ausdauer, Authentizität, Enthusiasmus; Menschlichkeit: Bindungsfähigkeit, Freundlichkeit, Soziale Intelligenz; Gerechtigkeit: Teamwork, Fairness, Führungsvermögen; Mäßigung: Vergebungsbereitschaft, Bescheidenheit, Vorsicht, Selbstregulation; Transzendenz: Sinn für das Schöne, Dankbarkeit, Hoffnung, Humor, Spiritualität

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