Mihaly Csikszentmihalyi Portrait Foto
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Mihály Csíkszentmihályi – Leben, Werk und Bücher – Forscher der Positiven Psychologie [Profil]

NameMihály Csíkszentmihályi 
Geboren29. September 1934, ehem. Fiume (Italien), Rijeka (Kroatien)
Verstorben † 20. Oktober 2021, Claremont, Kalifornien, USA
Alter87
ForschungsthemenFlow
Glückserleben
Kreativität & Innovation
BerufProfessor für Psychologie an der University of Chicago
Relevante LinksWebsite, Universität, Wikipedia, Facebook

Der Glücksforscher Prof. Mihaly Csíkszentmihályi gilt als Schöpfer der Flow-Theorie.

Flow bezeichnet einen Zustand, in dem der Mensch vollkommen in eine Tätigkeit vertieft ist und in ihr aufgeht. Prof. Csíkszentmihályi, der 1934 als Sohn des ungarischen Konsuls im italienischen Fiume (heutiges Rijeka in Kroatien) geboren wurde, beschrieb verschiedene Merkmale des Flows.

Zwar ist Csíkszentmihályi nicht der Erste, der das Konzept entdeckte, auch Persönlichkeiten, wie Maria Montessori oder Abraham Maslow widmeten sich bereits dem Thema, doch er gilt als der herausragendste Wissenschaftler auf dem Gebiet. Neben Martin Seligman und Christopher Peterson gilt Csíkszentmihályi dank seiner Forschung als einer der Gründerväter der Positiven Psychologie.

Schon 1975 beschrieb er das Flow-Erleben. 1997 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. 2011 wurde ihm der Széchenyi-Preis verliehen. Das Besondere an seiner Forschung ist, dass er sie nicht auf einem vorab definierten theoretischen Ansatz basierte, sondern vom Erleben des Menschen ausging. Aus qualitativen Interviews entwickelte er strukturierte Fragebögen für seine weitere Forschung. 

Forschungsergebnisse

Die Flow-Theorie

Csíkszentmihályi beobachtete schon früh, dass es bei Menschen einen Zustand gibt, in dem sie Raum und Zeit vergessen und voll und ganz in ihrer Aufgabe aufgehen. Diesen Zustand beschreibt Csíkszentmihályi er als Flow-Erleben.

In seiner Flow-Theorie der Motivation beschäftigt er sich mit der Frage, wie Menschen in diesen Zustand eintreten können. Dabei widmete der Glücksforscher sich insbesondere der Wechselwirkung zwischen der jeweiligen Aufgabe und dem Menschen selbst, denn die Passung von Mensch und Aufgabe ist für den Flow entscheidend.

Laut dem Flow-Modell ist es ideal, wenn die Schwierigkeit der Aufgabe und das Fähigkeitsniveau des Menschen gut aufeinander abgestimmt sind. Dann stellt sich eine intrinsische Motivation ein und Menschen vergessen ihre Umgebung und sind ganz auf ihre Aufgabe konzentriert.

Ist der Anspruch der Aufgabe allerdings zu hoch, fühlen sich Menschen überfordert und beunruhigt und verspüren nur eine geringe Motivation. Dasselbe gilt, wenn der Anspruch zu gering ist. Die Folge sind Unterforderung und Langeweile. Beide Extreme führen zu Stress, während der Flow in der goldenen Mitte liegt und positive Emotionen hervorruft.

Die 6 Anzeichen dafür, dass du dich im Flow befindest 

  1. Intensive Konzentration auf das, was du gerade tust.
    Im Flow wird deine Aufmerksamkeit vollkommen von der aktuellen Situation absorbiert. Die gesamte Bewusstseinskapazität wird genutzt und die Wahrnehmung dehnt sich aus.
  2. Denken und Handeln sind eins.
    Während der Erfüllung deiner Aufgabe denkst du nicht darüber nach, was du gerade tust oder was gerade richtig ist. Csíkszentmihályi bezeichnete das als „Merging of action and awareness”.
  3. Verlust des reflexiven Ego
    Der innere Kritiker ist ausgeschaltet und störende Gedanken und Wahrnehmungen treten in den Hintergrund. Du bist ganz im Moment und nimmst deine Umwelt kaum wahr.
  4. Du verlierst das Gefühl der Kontrolle über das eigene Tun.
    Statt die Situation oder dein Handeln zwanghaft zu kontrollieren, lässt du den Ereignissen ihren Lauf und vertraust in den Prozess.
  5. Deine Zeit- und Raumwahrnehmung verändert sich.
    Wenn du im Flow bist, kommen dir Stunden wie Minuten und Minuten wie Stunden vor. Auch die Wahrnehmung des Raums verändert sich.
  6. Du erlebst deine Aktivität als lohnenswert.
    Im Flow-Zustand erlebst du den Prozess als erfüllend und bist nicht auf das Ergebnis fokussiert, sondern auf den Moment. Du bist durch deine Tätigkeit motiviert, nicht durch den Zweck deiner Tätigkeit. Csíkszentmihályi bezeichnet das Flow-Erleben als ein autotelisches Erlebnis. Der Begriff “autotelisch” kommt aus dem Griechischen, “auto” bedeutet selbst, “telos” Ziel. Es geht also darum, eine Tätigkeit um ihrer selbst willen auszuführen.

Seine Forschungsarbeiten & Publikationen

Alle Publikationen von Mihály sind hier auf Neurotree zu finden.

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Von Mihály Csíkszentmihályi verfasste Bücher

Csíkszentmihályi ist der Autor von einem dutzend Büchern über Flow, Kreativität und Glückserleben. Nachfolgend eine Auswahl seiner wichtigsten Bücher.



Warum ist Csíkszentmihályi eine Bereicherung für die Welt? 

Csíkszentmihályi verstarb 2021, doch er hinterließ der Positiven Psychologie das Vermächtnis des Flow-Modells und leistete mit seiner Arbeit einen entscheidenden Beitrag zur Glücksforschung.

Mit seinen Forschungsergebnissen konnte er zeigen, dass Flow keinesfalls nur etwas für kreative Köpfe ist, sondern jedem zugänglich ist. Entscheidend dafür, dass wir eine Tätigkeit als erfüllend wahrnehmen, ist dass die Aufgabe weder unterfordernd noch überfordernd ist und zu unserem Fähigkeitsniveau passt.

Mit diesem Wissen wirft Csíkszentmihályi ein ganz neues Licht auf die Art, wie wir lernen, arbeiten oder auch Sport treiben.

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