[Defintition] Was sind Affirmationen? Und was macht sie so einzigartig wertvoll?

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Positiven Affirmationen wird nachgesagt, dass sie die Kraft haben, unsere Gedanken und unser Verhalten zum Besseren zu verändern. Sowohl online, als auch offline finden sich deshalb unzählige Artikel, Ratgeber und Bücher, die sich mit dem Thema auseinandersetzen und Tipps für die Anwendung Positiver Affirmationen geben.

In diesem Artikel möchte ich dir verständlich und wissenschaftlich fundiert erklären, was Affirmationen sind, welchen Zweck sie haben und wie du sie einsetzen kannst. Du findest hier auch Inspiration und Beispiele, um direkt auszuprobieren, ob Positive Affirmationen auch für dich funktionieren.

Los geht’s mit der Definition und einer Abgrenzung zu Begriffen, wie “Mantra” oder “Glaubenssatz”, die häufig synonym verwendet werden oder im Zusammenhang mit Affirmationen immer wieder auftauchen.


1 Definition – Was ist eine Affirmation?

Um Affirmationen effektiv zu nutzen und für die eigenen Bedürfnisse einzusetzen, muss man zunächst verstehen, was eine Affirmation überhaupt ist. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel, wie Bejahung oder Zustimmung.1

Die bereits verstorbene Autorin und Vorreiterin auf dem Gebiet Positiver Affirmationen, Louise L. Hay erklärte, dass grundsätzlich vieles, was wir sagen und denken, eine Affirmation darstellt, die jedoch häufig negativ ist und somit keine positiven Erfahrungen schafft. Denn die Grundannahme ist hier, wie auch bei Positivität und Positivem Denken, dass unsere Gedanken und Worte unsere äußere Realität erschaffen.2

Affirmationen einzusetzen bedeutet laut Louise L. Hay, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, indem bewusst Worte gewählt werden, die dazu dienen, entweder alte und einschränkende Muster und Gedankenstrukturen loszulassen oder Neues zu erschaffen. Sie beschrieb die Arbeit mit der Kraft von Affirmationen wie folgt:

„Eine Affirmation ist eine positive Aussage über dich selbst, die du laut sagst bzw. denkst. Täglich mit Affirmationen zu arbeiten, kann dir helfen, negative Aussagen dir selbst gegenüber umzuprogrammieren, damit du positivere Gedanken, Gefühle und Erfahrungen in deinem Leben manifestieren kannst.“

Louse L. Hay

Affirmationen dienen dazu, das eigene Selbstwertgefühl zu steigern, indem beispielsweise individuelle Grundwerte reflektiert werden, um Menschen eine erweiterte Perspektive auf sich selbst zu ermöglichen.3 Ziel ist es, auf der Ebene des Unterbewusstseins alte Blockaden und festgefahrene Gedankenstrukturen zu lösen, um sie durch neue Gedankenmuster zu ersetzen.4


1.1 Abgrenzung – Affirmationen vs. Positives Denken, Glaubenssätzen, Autosuggestion & Co.

  • Positives Denken: Die Unterscheidung zwischen Positivem Denken und Affirmationen ist sehr subtil, aber dennoch wichtig. Positives Denken wird bereits seit Beginn des 19. Jahrhunderts genutzt, um eine positive Lebenseinstellung zu fördern. Affirmationen sind ein mögliches Werkzeug, um Positives Denken zu kultivieren und Positivität zu erlernen.5
  • Glaubenssätze: Als Glaubenssätze werden unsere zugrunde liegenden Gedankenstrukturen bezeichnet, die unsere Meinungen und Überzeugungen über die Welt spiegeln, die wir besonders in unserer Kindheit und Jugend, durch enge Bezugspersonen und bestimmte Erlebnisse, verinnerlicht haben. Meist sind wir uns unserer Glaubenssätze nicht bewusst oder bewerten sie als negativ und behindernd. Affirmationen sollen als Hilfsmittel dienen, um diese Glaubenssätze aufzulösen, und durch positive Denkmuster zu ersetzen.6
  • Mantra: Die Worte “Affirmation” und “Mantra” werden zwar oft synonym füreinander verwendet, doch es gibt einen Unterschied. Mantren bezeichnen heilige Worte, Wortfolgen, Klänge oder Verse, die eine spirituelle Bedeutung transportieren. Werden sie häufig ausgesprochen oder gedacht, sollen sie eine positive Auswirkung auf Körper, Geist und Seele haben und werden deshalb häufig auch im Kontext von Meditationen verwendet. Teilweise haben Mantren keine offensichtliche Bedeutung, während Affirmationen sich aus Worten zusammensetzen, die positive Gefühle und Gedanken hervorrufen sollen und traditionell keine spirituelle oder religiöse Bedeutung haben.7
  • Positive Self-Talk: Positive Self-Talk bezieht sich nicht auf das Wiederholen bestimmter positiver Aussagen, sondern auf ein sogenanntes “Reframing” unseres internen Dialogs, der sich aus bewussten und unbewusste Glaubenssätzen zusammensetzt. Beim Positive Self-Talk werden negative Selbstaussagen bewusst umgewandelt und positiv formuliert.
  • Autosuggestion: Die Autosuggestion wurde im 19. Jahrhundert von dem französischen Apotheker Émile Coué erfunden und ist eine Methode, die Positive Affirmationen nutzt, um das Unterbewusstsein umzuprogrammieren. Im Gegensatz zur reinen Anwendung Positiver Affirmationen, werden die Sätze bei der Autosuggestion in einer Art Selbsthypnose wiederholt, um das Unterbewusstsein anzusprechen.8
  • Selbstliebe: Selbstliebe bezeichnet die aufrichtige Liebe zu sich selbst mit den persönlichen Makeln, aber auch mit den individuellen Stärken. Die Selbstliebe ist eng mit der Selbstannahme und Selbstakzeptanz verwandt und sorgt dafür, dass wir gut mit uns selbst umgehen. Affirmationen sind eine Möglichkeit, mehr Selbstliebe zu kultivieren.9

1.2 Ursprung von Affirmationen – Allheilmittel für die psychische Gesundheit?

Nicht selten werden Affirmationen als Allheilmittel dargestellt. Die Wirkung und Anwendung von Affirmationen wurde bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von dem amerikanischen Heilpraktiker und Schriftsteller Dr. Phineas Parkhurst Quimby untersucht. Dabei fand er heraus, dass jeder Mensch für Affirmationen empfänglich ist, und bezog dies nicht nur auf positive Aussagen, sondern auch auf negative Aussagen. Laut Dr. Quimby sind Gedanken, die auf Ängsten und Sorgen beruhen, sogar die Ursache von Krankheiten und demnach können diese auch auf mentaler Ebene durch die Anwendung Positiver Affirmationen geheilt werden. Er entdeckte außerdem, dass eine positive Wirkung immer dann eintrat, wenn die Anwendung einer Affirmation mit dem festen Glauben an ihre Wirkung einhergingen.10

Die bereits erwähnte Sachbuchautorin und spirituelle Lehrerin Louise L. Hay ist eine der Mitbegründerinnen der Selbsthilfe-Bewegung. Sie hat 1976 mit ihrem Buch “Heile deinen Körper” Affirmationen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, lange bevor die Verbindung zwischen Körper und Geist gesellschaftlich diskutiert wurde. Besonders ihre Krebsdiagnose und ihre Heilung innerhalb von sechs Monaten durch die Arbeit mit Affirmationen, Visualisierungen, Ernährung und Psychotherapie, hat Menschen auf der ganzen Welt inspiriert.11

Positive Affirmationen scheinen also tatsächlich in vielen verschiedenen Bereichen das persönliche Wohlbefinden verbessern zu können. Doch wo finden sie konkret Anwendung und zu welchem Zweck?

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